Herzog & de Meuron

Herzog &
De Meuron

Rheinschanze 6 in Basel ist eine der ersten Adressen in Sachen international anerkannte, preisgekrönte und geschätzte Architektur. Im Headquarter von Herzog & de Meuron entstehen Masterpieces für Kunden aus der ganzen Welt.

Herzog & de Meuron wurde 1978 von Jacques Herzog und Pierre de Meuron gegründet. Heute gehören auch Christine Binswanger, Ascan Mergenthaler und Stefan Marbach zu den Seniorpartnern. Neben dem Hauptsitz in Basel hat das Büro fünf weitere Standorte in London, Hamburg, Madrid, New York City und Hongkong. An den Projekten in Europa, USA und Asien arbeiten rund 380 Mitarbeiter und 40 Projektpartner. Das Büro hat über die Jahre eine große Bandbreite an unterschiedlichen Projekten realisiert – vom Einfamilienhaus bis zu Großprojekten im öffentlichen Raum wie Museen, Stadien oder Wohn- und Bürogebäude. Herzog & de Meuron wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der
renommierte Pritzker Preis für Architektur (2001, USA), der RIBA Royal Gold Medal (2007, UK) oder der Praemium Imperiale (2007, Japan). 2014 wurde das Büro mit dem Mies Crown Hall America Preis (MCHAP) für das Projekt 1111 Lincoln Road, Miami Beach ausgezeichnet.

 

Elbphilharmonie Hamburg

Auf einem Backsteinsockel – dem ehemaligen Kaispeicher A, der zwischen 1963 und 1966 am Hafen errichtet und dann als Tee-, Tabak- und Kakaolager genutzt wurde – ragt heute ein gläserner Neubau mit einer geschwungenen Dachlandschaft bis zu 110 Meter hoch in den Himmel: Die Elbphilharmonie Hamburg. Erbaut an der westlichen Spitze der modernen Hafen-City, Europas größtem, innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekt, in direkter Nachbarschaft zum UNESCO-Welterbe Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus, wirkt die Elbphilharmonie wie ein Symbol für die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Stadt. Sie steht für das Hamburger Selbstverständnis,  aus Tradition Neues zu erschaffen und für die vielen Kontraste, die in der ganzen Stadt aufeinandertreffen und den Charakter Hamburgs ausmachen.

Das neue Wahrzeichen Hamburgs ragt bis zu 110 m in die Höhe, ist an drei Seiten von Wasser umgeben und weithin sichtbar. Wie eine gläserne Welle hebt sich der Glaskörper über dem alten Backsteinteil in die Höhe. Die beiden Gebäudeteile sind durch eine begehbare Fuge voneinander getrennt.

Die äußere Hülle des gläsernen Aufbaus besteht aus circa 1.100 Glaselementen, die verschieden gewölbt, gebogen und individuell bedruckt wurden. Darin spiegeln sich, je nach Perspektive, das Wasser der Elbe, der Himmel und die Stadt. Die Fassade wird so zu einer sich stets verändernden Projektionsfläche ihres Umfeldes und der Wetterstimmungen.

 

Der große Konzertsaal in 50 Meter Höhe ist mit seinen 2.100 Plätzen das Herzstück der Elbphilharmonie. Die Grundidee eines Raumes, in dem sich die Musiker inmitten des Publikums befinden, wird hier konsequent umgesetzt. Dem Konzept der Weinberg-Architektur folgend, befindet sich das Orchester in der Mitte des Saales, während die Ränge rundherum steil ansteigen. Sie reichen hoch in den Raum hinein und bilden mit Wand und Decke quasi eine Einheit. Kein Zuhörer ist weiter als 30 Meter vom Dirigenten entfernt. Dank der außergewöhnlichen Akustik – die Architekten entwickelten gemeinsam mit dem Starakustiker Yasuhisa Toyota eine besondere Wand- und Deckenstruktur – wird jeder Konzertbesuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.

 

Fondazione Feltrinelli Mailand

Das Projekt von Herzog & de Meuron für die Fondazione Feltrinelli an der Porta Volta ist ein wesentlicher Impulsgeber für das gesamte Quartier, das noch vor wenigen Jahren vor sich hin schlummerte. Dort, wo im 16. Jahrhundert noch die Spanische Mauer – und einige Jahrhunderte zuvor eine römische Siedlung war –, hat das Basler Architekturbüro ein außergewöhnliches Projekt realisiert.

 

Es besteht aus zwei Baukörpern, die lediglich durch einen schmalen Zwischenraum voneinander getrennt sind, dadurch aber noch immer eine synergetische Einheit ergeben. Die besondere Dachform, ausgeführt als Giebel, der im Inneren Durchsicht nach allen Seiten erlaubt, lässt die Fassade scheinbar unendlich in Richtung Blau des Himmels wachsen und das Dach mit der Fassade verschmelzen.

 

Das Umfeld um die beiden Gebäude wurde bewusst großzügig gestaltet, viel Grün und Platz zum Atmen verschaffen auch der Architektur jenen Raum, der ihr gebührt.

 

Die beiden Gebäude, das eine ist der Sitz der Fondazione, das andere des Unternehmens Feltrinelli – eines der größten Buch-, Verlags- und Medienunternehmen Italiens – sind extrem schlank gehalten. Sie sind inspiriert von den traditionell großzügigen Milaneser Stadthäusern. Anleihen nehmen die Baukörper auch an der Form der alten lombardischen Kornspeicher.

 

Vitra Haus Weil am Rhein

Das Vitra Haus am Campus von Vitra in Weil am Rhein ist der Flagshipstore von Vitra und beherbergt die Vitra Home Collection, eine Sammlung von Möbelarrangements in unterschiedlichen Stilrichtungen mit den großen Klassikern einerseits und mit Entwürfen von zeitgenössischen Designern andererseits.

 

Das Haus, das 2010 eröffnet wurde und das gleich neben dem Vitra Design Museum von Frank Ghery steht, wurde von Herzog & de Meuron als dreidimensionale Collage von insgesamt 12 Giebelhäusern, die übereinandergestapelt sind, angelegt. Die Außenfassade ist in dunklem Anthrazit gehalten, innen öffnet sich die Architektur ganz in Weiß. Die Komplettverglasung der Giebelseite gibt aus dem Inneren den Blick in die gesamte umliegende Landschaft frei. Die Durchdringung der insgesamt fünf Ebenen bzw. gestapelten Häuser eröffnen spannende Durchblicke in die darunter liegenden Etagen.

 

In den oberen Geschossen ist die Home Collection beheimatet, im Erdgeschoss erwartet die Besucher ein Shop sowie das Café. Für Veranstaltungen steht zusätzlich die „Business Lounge“ zur Verfügung, die als separates Haus im Ensemble angeordnet ist. In der „Vitrine“ werden zahlreiche Möbelklassiker präsentiert.

 

Das Stapelkonzept wurde von Herzog & de Meuron schon öfter erfolgreich und spektakulär umgesetzt. So etwa für das Hauptquartier des Pharmakonzerns Actelion, unweit des Vitra Hauses im benachbarten Allschwil. Auch in den ersten Entwürfen zur Tate Modern waren gestapelte Baukörper konzipiert.

 

»Wer Künstler beauftragt, muss sich im Klaren sein, dass sie zunächst für ihr eigenes Werk arbeiten und nicht für den Auftraggeber, man muss also versuchen, ihre Ideen für die eigene Sache zu nutzen«, meinte Rolf Fehlbaum in einem Interview. Das Innenleben im Vitra Haus gibt ihm Recht – die Bespielung der spektakulären Architektur ist bestens geglückt.

 

Terrace Beirut

Terrace Beirut ist als vertikale Stadt angelegt und revolutioniert mit diesem Konzept das Verständnis von Hochhäusern von Grund auf. Dünne, elegante Plattformen sind spielerisch übereinander gelegt. Sie eröffnen geschützte Bereiche, atemberaubende Ausblicke und wunderbare Wohnräume in Loftform.

 

Wie beim Vitra Haus wurde das Stapelprinzip angewendet – aber hier zu seiner Perfektion weiter getrieben. Mit Appartements von 250 bis 1.050 qm in unterschiedlichen Schnitten, haben die Schweizer Architekten eine unglaubliche Vielzahl von unterschiedlichen Elementen und Kubaturen in einem harmonischen, luftigen Ensemble vereint. Dazu kommen noch die Terrassenflächen, die ebenfalls sehr großzügig angelegt sind und von 240 bis 400 qm Raum im Freien bieten.

 

Die gemeinsame Lobby für alle Appartements misst stolze 2.000 qm. Wasser, Grünpflanzen und die Zugangsmöglichkeit von jeder Seite des Gebäudes, bringen immer die umliegende Außenwelt mit ins Innere und schaffen gleichzeitig eine Oase der Ruhe.

 

Das gesamte Gebäude sitzt quasi auf einem Podium. Jedes der 132 Appartments hat eine eigene Terrasse und profitiert von wunderbaren Blicken auf Stadt und Meer. Dabei ist die Anordnung völlig frei gewählt, egal wie groß die Grundflächen sind. Auch im Inneren der einzelnen Appartements wurde mit viel Glas gearbeitet, um die maximale Transparenz und Offenheit von jedem Punkt aus zu gewährleisten.

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