Liebe zum Detail

Punt. 

Liebe zum Detail

Jedes Design beginnt mit einem Punkt. Er ist die kleinste Einheit von Kreativität und Handwerk. Aus dem Punkt entstehen Linien, aus Linien Formen und aus diesen schließlich ein Entwurf, den es umzusetzen gilt. Die Essenz von allem jedoch ist der Punkt. Und diese Essenz findet sich bei punt in den Details.

„Wir investieren viel Zeit, Know-how und Entwicklungsarbeit in die Kleinigkeiten, in die Details, die sich oft erst auf den zweiten Blick offenbaren, schlussendlich aber den Unterschied und die Besonderheit ausmachen“, erklärt uns Nuria Borrás, Exportverantwortliche von punt stolz im Showroom des Unternehmens in València. Und tatsächlich gibt es viele Details, die Möbel von punt so besonders machen. Etwa die raffinierten Lamellen beim Sideboard Sussex, das Türen und Schubladen in einem einheitlichen Bild verschwinden lässt. Oder die integrierte USB-Lademöglichkeit in der superschlanken Armlehne der Sitzmöbelserie Gin. Oder der versteckte Kabelkanal beim Sideboard Stockholm. Viele weitere Überraschungen könnte man aufzählen.

 

Die DNA von punt ist Holz. „Wir arbeiten aber gerne mit Kombinationen von Holz und Alu oder Stahl“, erklärt Nuria, während wir den hervorragenden Jamon Iberico und eine köstliche Tortilla genießen, die als Imbiss für uns vorbereitet wurden. Bei seinen Entwürfen verzichtet das Unternehmen auf die ganz großen Designstars und vertraut vielmehr auf seinen Art Director Vincent Martinez. Gemeinsam mit seiner Frau gründete er 1980 das Unternehmen – aber eher aus einer Notlage heraus denn mit einem fixen Plan. Die beiden jungen Designer übernahmen die Werkstatt eines Tischlers, der in Pension ging. Als sie dann ihre ersten Möbel in Mailand vorstellten, wollte Terence Conran den Vertrieb übernehmen, so begeistert war er von den Entwürfen. Martinez und seine Frau gaben ihr junges Unternehmen aber nicht aus der Hand und der Erfolg, der sich schnell einstellte, gab ihnen recht.

 

Dieses erste Möbel war das Regalsystem Literatura. Bis heute ist es im Programm von punt. Und es wurde über die Jahre immer weiterentwickelt. Mit Literatura Open wurde erst kürzlich eine offene, sehr leichte und dennoch robuste Variante präsentiert. Neben dem Sideboard Sussex von Terence Woodgate oder Malmö und Stockholm von Mario Ruiz hat Literatura wesentlich zum Fokus von punt auf Aufbewahrungsmöbel beigetragen. Aber auch die Stuhlserien Hug von Manuel Molina oder Mava der jungen deutschen Designerin Stephanie Jany sind inzwischen international gefragt. Und auch das Sofa A. Cortese von Monica Armani zeigen die besondere Handschrift des Unternehmens. Die gebogene ganzflächige Rückseite aus Holz ist eine klare Referenz an die Werkstoff-Tradition von punt.

punt kann bei uns wohl zurecht als Geheimtipp bezeichnet werden, wenn es um intelligente, flexible und detailschöne Aufbewahrungsmöbel geht – egal ob fürs Projektgeschäft oder privates Wohnen. punt kann aber noch mehr: Wer beispielsweise schon immer mal ein modernes Himmelbett wollte, der liegt mit Breda von punt genau richtig.

 

Während Nuria sich um die Tischreservierung für den Abend kümmert und punt-Repräsentant Jakob Erich mit Harald Künzle noch weitere Highlights bespricht, genießen wir den Imbiss, schlendern durch die Büros und machen es uns schließlich im Entrée auf einer Chaise-longue-Variante von A. Cortese gemütlich, um uns von den Anstrengungen des Vorabends ein wenig zu erholen. In València gibt es eben nicht nur schöne Möbel, sondern auch gute Bars und köstlichen Wein.

3 Fragen an Mariano Soria, CEO punt

 

Was macht die Marke punt aus?

 

Das ist zum einen die konstante Konzentration auf klare Themen wie Holz, Materialkombinationen und das besondere Augenmerk auf die Details. Zum anderen, dass der Gründer Vincent Martinez noch immer im Unternehmen ist, mit seiner klaren Handschrift für Kontinuität sorgt und dabei immer offen ist für alles Neue.

 

Seit wann sind Sie im Unternehmen?

 

Ich bin 2012 zu punt gekommen. Damals, nach der Finanzkrise, wurde das Unternehmen von einem Venture Capitalist gekauft, für den ich zu dieser Zeit arbeitete. punt, das Thema Möbel und die Perspektiven interessierten mich aber so, dass ich mich für einen Wechsel entschied und hier einstieg. 2014 wurden die Anteile dann von der Zriser Gruppe, einem Familienunternehmen aus València übernommen. Und seither sind wir ganz klar auf Wachstumskurs mit jährlichen Steigerungen von rund 20%.

 

Wo sehen Sie punt in Zukunft?


Wir werden ganz sicher unseren Stärken treu bleiben: Möbel aus Holz, mit Details, die den Unterschied machen, zu produzieren und dabei rund um unsere Kernkompetenz Aufbewahrung weitere Produkte entwickeln. Das hat uns schon in der Vergangenheit Erfolg und Anerkennung gebracht – wie etwa den spanischen Staatspreis für Design 1997 oder den Red Dot im Jahr 2015 für das Sideboard Stockholm von Mario Ruiz.

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